Die Kindergärten in Rohrbach – Schwesternhaus Teil 1

Um 1952 Kindergarten Schwesternhaus – Von links nach rechts: Ulrike Badar, Anita Schmelzer, Waltraud Wingerter und die Geschwister Rosemarie und Renate Hagemann

Seit ich mit dem Sammeln von Fotos begann und in meinem Freundes-, und Bekanntenkreis bekannt wurde was ich mit dem gesammelten Material mache, werde ich überhäuft mit Aufnahmen, die sich in verschiedene Sach- oder Themengruppen ordnen lassen. Eine dieser Themengruppen sind Aufnahmen, die im Zusammenhang mit Rohrbacher Schulen oder Kindergärten stehen. Da ein nicht unerheblicher Teil meiner Leserschaft seine frühkindliche Vorschulausbildung in einem dieser Kindergärten genossen hat, lag es nahe, den Rohrbacher Kindergärten einen eigenen Artikel zu widmen.

Mit dem Kindergarten Schwesternhaus Teil 1, dem ältesten Rohrbacher Kindergärten, will ich heute eine mehrteilige Serie über die Kindergärten starten.

Bereits im Jahr 1908 entstand im Schwesternhaus eine, wie man damals sagte, „Spielschule“. Allerdings war es damals schwierig in den oft kinderreichen Familien, die Kinder morgens in den Kindergarten zu bringen. Wenn jemand im „Unnerdorf“, „Ewwerdorf“ oder z. B. auf der „Siedlung“ wohnte, bedurfte es schon eines größeren, zeitaufwendigen Anmarsches, um die Kleinen morgens bei der Spielschule abzuliefern und sie dann mittags wieder abzuholen. So kam es halt, dass viele Kinder damals nicht in die „Spielschule“ kamen. Auch wollten viele Eltern ihre Sprösslinge zuhause selbst erziehen.

Um 1931 Kindergarten Schwesternhaus

1952 Kindergarten Schwesternhaus mit Kindern der Geburtsjahrgänge 1946 bis 1949 mit Schwester Leopolda

Um 1954 Die Mädchen Annelie Stolz und Evita Jung

1954 Kindergarten Schwesternhaus. Auf dem Foto in der ersten Reihe von links: Liesel Bastian, Rosi Pfeifer, Unbekannt, Unbekannt, Unbekannt, Helmut Oberhauser, Wolfgang Leonhardt, Walter Ewerle, Edmund Jung, Walter Albrecht, Franz Baumann, Karl Huy, Maria Rebmann und Unbekannt. In der zweiten Reihe von links: Klaus Schwarz, dahinter Richard Schwarz, Unbekannt, dahinter Peter Bachmann, Unbekannt, Hildegard Wagner, Unbekannt, Manfred Luckas, Gerd Luckas und Helga Luckas.Dritte Reihe von links: Berthold Wadle, Unbekannt, Marie Luise Wagner, Walter Jacob, Georg Paul, Unbekannt und Unbekannt. Hintere Reihe von links: Unbekannt, Maria Stolz, Wilja Brutscher, Annelie Weber, Ingrid Teitz, Hildegard Liebl, Carola Huy, Irmgard Wendel und davor Ursula Hussong

1959 Kindergarten Schwesternhaus

1962 Kindergarten Schwesternhaus mit Schwester Ignata

Die Namen:

1 Gabi John, 2 Annerose Prommersberger, 3 Luise Schaar, 4 Thomas Kiefer, 5 Sibylle Koch, 6 Detlef Kappler, 7 Ulrike Funk, 8 Unbekannt, 9 Schwester Ignata, 10 Heribert Jung, 11 Jürgen Jung, 12 Klaus Prommersberger, 13 Helmut Schaar, 14 Christoph Weber, 15 Thomas Jacob, 16 Thomas Groh, 17 Unbekannt, 18 Karl-Josef Prommersberger, 19 Jung, 20 Anton Jacob, 21 Thomas Michaeli, 22 Unbekannt, 23 Stefan Groh, 24 Marianne Schorr, 25 Franz Josef Wagner, 26 Heinz Hemmer, 27 Jung, 28 Beate Dohr, 29 Martin Bettinger, 30 Ute Hepp, 31 Klaus Bettinger, 32 Stefanie Zimmermann, 33 Irmgard Rohe, 34 Unbekannt, 35 Dietmar Matheis, 36 Ottilie Jacob, 37 Unbekannt, 38 Georg Borsotto, 39 Stefan Gehring, 40 Jutta Ruschmaritsch, 41 Stefan Hober

Um 1968 Kindergarten Schwesternhaus

1979 Kindergartenfest

1979 Beim Kindergartenfest überreicht der kleine Stefan Gehring der langjährigen Leiterin des Kindergartens im Schwesternhaus Schwester Ignata einen Blumenstrauß. Daneben seine Schwester Sabine

1981 Verkehrsunterricht im Kindergarten Schwesternhaus

1981 Das Kindergartenfest des Kindergartens im Schwesternhaus findet wegen der Verabschiedung von Schwester Ignata im Kindergarten Jugendheimstraße statt

1981 Schwester Ignata wird vom Elternsprecher Georg Paul in den Ruhestand verabschiedet

Schwester Ignata

Mit Beginn der Sommerferien 1981 nahm Schwester Ignata Abschied vom Kindergarten. Mit bürgerlichem Namen Katharina Hartenstein am 18. Juni 1914 in Gölzheim bei Germersheim geboren. Nach Ihrer Vorbereitungszeit legte sie am 12. August 1936 bei den Domikanerinnen in Speyer das Gelübde als Ordensfrau ab.

Am 01. September 1938 kam sie als „Spielschulschwester“ nach Rohrbach in den Kindergarten im Schwesternhaus. Hier wirkte sie bis 1981 als Erzieherin. Bei ihrer Verabschiedung sagte sie: “ Danken möchte ich heute all den Eltern, die mir ihre Kinder anvertrauten in den 43 Jahren meines Hierseins. Es war für mich eine schöne, liebgewonnene Arbeit. Wie sie wissen, wird es für mich heute das letzte aktive Kinderfest sein“. Elternsprecher Georg Paul dankte im Auftrag der Eltern Schwester Ignata für ihre lange Dienstzeit in Rohrbach. Während ihres Wirkens in Rohrbach seien von einigen alteingesessenen Familien drei Generationen bei ihr im Kindergarten gewesen.

Schwester Ignata blieb nach ihrem Eintritt in den Ruhestand noch bis zur Auflösung der Schwesternstation im Schwesternhaus 1988 in Rohrbach. Ihren Lebensabend verbrachte sie im Mutterhaus der Domikanerinnen in Speyer. Im Jahr 1993 verstarb sie dort im Alter von 79 Jahren.

Sie wird vielen Rohrbachern eine unvergessliche Kindheitserinnerung bleiben.

Fortsetzung folgt

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung der Rohrbacher Heimatfreunde, Horst Diehl,  Walter Gehring, Heinz Hemmer, Klaus Bettinger, Ottlile Großhauser, Frank Gries, Jörg Albert und Annelie Wagner. Details wurden der Katholischen Pfarrchronik 1981 von Albert Senzig entnommen.

2 Gedanken zu “Die Kindergärten in Rohrbach – Schwesternhaus Teil 1

  1. Hallo Karl!

    Dieser Artikel über die Kindergärten oder Spielschulen, wie man sie früher nannte, erinnert mich mit etwas Wehmut an meine Kindheit. Ich bin auf jeden Fall sehr dankbar für Deine unermüdliche Widmung zur Heimat mit so vielen Themen über Rohrbach und seinen Bürgern. Hiermit möchte ich auch meinen Dank an die Heimatfreunde aussprechen und allen, die immer wieder dazu beitragen, Dich mit Fotos und Anekdoten zu unterstützen.

    Else Bens
    Ottawa, Canada

    Gefällt mir

  2. Hallo Karl!
    Hab mit Freude Deinen neuen Eintrag zur ehemaligen Spielschule
    gesehen.
    Leider habe ich diese Einrichtung, aus welchen Gründen auch immer,
    nie besucht. Dafür aber eines meiner Kinder, Geburtsjahr 1961.
    Vielen Dank für Dein Bemühen. Mach weiter so!
    Gruß Günter Jung

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s