Augenblicke der Erinnerung – Herbert Bergsträßer, ein achtzigjähriger Rohrbacher erinnert sich

Cover des Buches "Augenblicke der Erinnerung" von Herbert Bergsträßer

Titelseite des Buches „Augenblicke der Erinnerung“ von Herbert Bergsträßer

„Ein gewisses Alter hat auch seine Privilegien, nämlich, dass man zurückblicken kann“, schreibt Rosemarie Wagner von den Rohrbacher Heimatfreunden im Vorwort des neuen Buches „Augenblicke der Erinnerung“ von Herbert Bergsträßer.

Der Autor Herbert Bergsträßer beschreibt in seinem neuen Band sein Leben als Kind  und Jugendlicher im Bahnwärterhäuschen in der Rohrbacher Au.

Der Rohrbacher Herbert Bergsträßer Jahrgang 1935

Der Rohrbacher Herbert Bergsträßer- Jahrgang 1935

Nach dem großen Erfolg seines ersten Bandes „Meine Lausbubenzeit in der Au – Abenteuerliche Erlebnisse in der Zeit von 1943 bis 1947“ hat der gelernte Zimmerer und spätere bautechnische Amtsrat bei der Deutschen Bundesbahn wieder ein Buch verfasst, in  dem sich manch älterer Leser in der Beschreibung des damaligen Lebens wiederfindet.

Das Bahnwärterhäuschen in der Au ist das Elternhaus des Autors

Das Bahnwärterhäuschen in der Au, das Elternhaus des Autors

Herbert Bergsträßer beschreibt in seinem Band Rundgänge durch das damalige Rohrbach und erinnert an seinen täglichen Schulweg, die Angst bei den Bombenangriffen, das Leben im Heckelbunker, den Weg ins alte Union Theater Kino, die Heckel Waldfeste in der Nähe seines Elternhauses am Rohrbacher Hof und vieles mehr.

Hin und wieder durfte Herbert seinen Vater nach der Schule im Stellwerk besuchen und konnte mit ihm an der großen schwarzen Meldetafel die Schularbeiten durchsprechen und erledigen.

Hier am Stellwerk in den Königswiesen führt der tägliche Schulweg vorbei

Hier am Stellwerk in den Königswiesen führt der tägliche Schulweg vorbei

Im Kapitel „Der Weg zum Kino“ schreibt Herbert Bergsträßer „Es war Sonntag und manchmal durfte ich sonntags, aber dies sehr selten, mit meinem Bruder ins Kino gehen. Wir wussten auch schon, wohin: „Dick und Doof“ sollte gezeigt werden. Unser Kino war unterhalb des Pfarrhauses neben dem Hotel Erbelding, fast gegenüber der Johanneskirche im „Ewwerdorf“. Wir wussten, für diese Wegstrecke von „unserem Haus“ in der Au bis zum Kino, müssen wir mit unseren kurzen Beinen mindestens dreißig Minuten und mehr einplanen.

Im Hintergrund der Brunnen der Familie Bergsträßer am Bahnwärterhaus in der Au. Mit auf dem Foto die Geschwister von Herbert, Ursula und Hansi

Im Hintergrund der Brunnen der Familie Bergsträßer am Bahnwärterhaus in der Au. Mit auf dem Foto die Geschwister von Herbert, Ursula und Hansi. Im Hintergrund rechts ist ein Teil der Bahnschranke zu sehen

Dann ab, unter dem ersten Schrankenbaum hindurch. In beiden Richtungen der Gleise hielten wir Ausschau, denn bei geschlossenen Schranken, ist anzunehmen, dass ein Zug unterwegs ist. „Und“? „Alles klar“ war von Hansi zu hören und es ging weiter über die Gleise, unter dem zweiten Schrankenbaum hindurch, dann übers „Pädchen“ am Bahndamm entlang. Vorbei am Stellwerk West, wo täglich von meinem Vater und seinen Ablösern die Weichen und Signale für die Zugfahrten im und durch den Bahnhof Rohrbach gestellt wurden.

Was der heute Achtzigjährige bei seinem Rundgang besonders darstellt, sind die unwiederbringlichen Veränderungen entlang des damaligen, täglichen Schulweges.

Auf dem Foto

Auf dem Foto vom Kahlenberg aus gesehen, im Vordergrund die Autobahn, links davon der Rohrbacher Hof, rechts die Brunnenstube, die über der Quelle des Rohrbachs erstellt wurde und im Hintergrund das Haus Bergsträßer

Ein Klassenfoto der Jahrgänge 1933-1935 vor der Pestalozzischule mit Lehrer Weiland. Der Buchautor Herbert Bergsträßer ist in der ersten Reihe rechts der erste Junge.

Ein Klassenfoto der Jahrgänge 1933-1935 vor der Pestalozzischule mit Lehrer Weiland. Der Buchautor Herbert Bergsträßer ist in der ersten Reihe rechts der erste Junge.

Der Rohrbacher Hof in der Nähe des Elternhauses von Herbert Bergsträßer (hier nebenan im Wald findet bis 1962 das Heckel Waldfest statt)

Der Rohrbacher Hof in der Nähe des Elternhauses von Herbert Bergsträßer (hier nebenan im Wald findet bis 1962 das Heckel Waldfest statt)

1955 Das beliebte Heckel Waldfest in der Au, nahe dem Bahnwärterhäuschen der Familie Bergsträßer

1955 Das beliebte Heckel Waldfest in der Au, nahe dem Bahnwärterhäuschen der Familie Bergsträßer

Das Colonialwarengeschäft Fassbender an der Ecke Bahnhofstraße und Hasseler Straße. hier kauft der kleine Herbert für seine Oma ein

Das Kolonialwarengeschäft Fassbender an der Ecke Bahnhofstraße und Hasseler Straße. Hier kauft der kleine Herbert für seine Familie und seine Oma (’s Bas Annche) ein

Die verschneite Bahnhofstraße in den Anfang 50er Jahren. Hier vorbei führt für Herbert Bergstraße der Weg ins Dorf

Die verschneite Bahnhofstraße in den Anfang 50er Jahren. Hier vorbei führt für Herbert Bergsträßer der Weg ins Dorf

Auch am Denkmalschulhaus führte der Weg von Herbert oft vorbei

Auch am Denkmalschulhaus führt der Weg von Herbert oft vorbei

Das Haus von Dr. Egenberger in der alten Schulstraße neben dem Schwesternhaus

Das Haus von Dr. Egenberger in der Alten Schulstraße neben dem Schwesternhaus

Die Alte Sschulstraße zwischen Denkmalschule und Schwesternhaus

Die Alte Schulstraße zwischen Denkmalschule und Schwesternhaus

1955 Blick auf das Rohrbacher UT-Kino, rechts neben dem Hotel Erbelding

1955 Blick auf das Rohrbacher UT-Kino, rechts neben dem Hotel Erbelding

Der neue Band von Herbert Bergsträßer besteht aus 153 Seiten, verteilt auf 33 Kapitel und ist reich bebildert mit alten Fotos aus Rohrbach und kostet 12 Euro.

Vorgestellt wird das neue Buch am Dienstag, dem 12. April um 19 Uhr im Archivraum der Rohrbacher Heimatfreunde in Rohrbach in der Bahnhofstraße 36 (rückwärtiger Eingang der Stadtwerke St. Ingbert). Nach der Vorstellung kann das Buch käuflich erworben werden. An alle Heimatverbundenen ergeht eine herzliche Einladung.

Zu kaufen gibt es das Buch bei Sieglinde Graf, Tabak und Zeitschriften, Obere Kaiserstr. 110, ab dem 16. April 2016 und beim Autoren selbst:

Herbert Bergsträßer

66386 St. Ingbert-Rohrbach

Telefon: 06894- 5 76 63

E-Mail: bertbergstraesser@t-online.de

Auf Wunsch kann das Buch auch mit der Post zugeschickt werden. Das Porto beträgt hier 1 Euro.

2 Gedanken zu “Augenblicke der Erinnerung – Herbert Bergsträßer, ein achtzigjähriger Rohrbacher erinnert sich

  1. Hallo lieber Karl;
    eine erinnerungsreiche Darstellung vom „alten“ Rohrbach hat Herr Bergsträßer hier vorgeführt; vielen herzlichen Dank für den wunderschönen Spaziergang, er war einmalig!
    Renee Panfil (Renate Huss)

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  2. Wirklich großartige Darstellung eines Rohrbacher Heimatforschers und dessen Erinnerungen an seine Jugendzeit. Kann mich noch ein wenig an Herbert Bergsträßer erinnern.
    Seine Beschreibungen von jener Zeit stimmen mit den Erinnerungen meiner Kindheit überein.
    Vielen Dank, Karl, wieder einen einzigartigen Rohrbacher auf Deiner Webseite vorzustellen.
    Keep up the excellent work!

    Else Bens
    Ottawa, Canada

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