Nach wiederholten Beratungen fasste der Gemeinderat von Rohrbach unter Bürgermeister Johann Jacob am 26. Februar 1925 im Beisein des Bezirksbaurates Merl mit 12 zu 2 Stimmen den Beschluss, den Gefallenen des ersten Weltkrieges ein würdiges Denkmal zu errichten.
Weiterlesen: Das ehemalige Kriegerdenkmal in der BahnhofstraßeVom Regierungsbaumeister Oskar Neu wurden zwei Entwürfe dem Gemeinderat vorgelegt. Pieta und Mariensäule. Durch Gemeinderatsbeschluss wurde Direktor Neu aus München mit der Ausführung des Entwurfes „Mariensäule“ beauftragt. Bezirksbaurat Merl sollte die Bauleitung übernehmen. Die Maurerarbeiten wurden der Rohrbacher Firma Eugen Michel übertragen, die Bildhauerarbeiten übernahm die Firma Jakob Dahl aus Homburg. Die Marienfigur, das Relief sowie die Schrifttafeln stammten von dem Kunstatelier Auer aus München.
Die kirchliche Weihe erhielt das Denkmal an Christi Himmelfahrt, dem 13. Mai 1926 durch den Speyerer Bischof Dr. Ludwig Sebastian.

Festlich geschmücktes Kriegerdenkmal am Tag der kirchlichen Einweihung am 13. Mai 1926

Am Pfingstsonntag, dem 26. Mai 1926 fand die weltliche Einweihung statt. Als Ehrengäste wohnten Regierungsrat Barth und Dr. Kempf, Bürgermeister von St. Ingbert der Feier bei. Um 15 Uhr setzte sich der Festzug vom alten Rathaus in der Kaiserstraße Richtung Denkmal in der Bahnhofstraße in Bewegung (Siehe Programm oben). Alle Rohrbacher Vereine legten an diesem Tag einen Kranz am Denkmal nieder, um ihre gefallenen Mitglieder zu ehren.

Die weltliche Einweihung des Kriegerdenkmales durch die Gemeinde Rohrbach am 23. Mai 1926

Um 1930 Erwachsene und Kinder schmücken den Altar am Kriegerdenkmal für Fronleichnam

Um 1930 Fronleichnamsprozession am Kriegerdenkmal
Das Kriegerdenkmal war am jährlichen Volkstrauertag Treffpunkt der Vereinsvertreter der örtlichen Vereine, die ihren in den beiden Weltkriegen gefallenen Mitgliedern gedachten.

1935 Ehrenformation am Kriegerdenkmal

1937 Kriegsveteranen des 1. Weltkrieges vor dem Kriegerdenkmal
Beliebt war das Kriegerdenkmal als Hintergrund für Klassenfotos, der Schulklassen, die im benachbarten Denkmalschulhaus unterrichtet wurden.

1949 Die Schülerinnen des Geburtsjahrganges 1936

1949 Die Schülerinnen des Geburtsjahrganges 1939

1954 Die Schülerinnen des Geburtsjahrganges 1940 kurz vor der Schulentlassung mit Schwester Friedgard

1957 Einschulung eines Teils des Geburtsjahrganges 1951. Der größere Teil der Schüler und Schülerinnen wurde in der Pestalozzischule eingeschult.

1955 Der Männerchor 1860 singt anlässlich seines 95-jährigen Vereinsjubiläums zum Gedenken an seine im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Mitglieder am Kriegerdenkmal.

1958 Totengedenken am Totensonntag mit Bürgermeister Emanuel Haberer

1960 Der Festausschuss des Männerchor 1860 anlässlich seines 100-jährigen Bestehens vor dem Kriegerdenkmal

1960 Der 1. Vorsitzende des Männerchor 1860 legt anlässlich des 100-jährigen Vereinsjubiläums für die Gefallenen des Vereins einen Kranz nieder

1960 Totengedenken des Radfahrervereins „Siegeskranz“ anlässlich seines 50-jährigen Jubiläums am Kriegerdenkmal

1965 Totengedenken am Totensonntag am Kriegerdenkmal

Das Kriegerdenkmal in der Bahnhofstraße wurde im März 1968 abgerissen.

Im Juni 1968 ist vom ehemaligen Kriegerdenkmal nicht mehr viel zu sehen

Am Totensonntag 1987 wurde die Mariensäule des ehemaligen Kriegerdenkmals in der Bahnhofstraße, vor der Leichenhalle vom Ortsvorsteher Bodo Schiehl eingeweiht

1987 wurden an der Ecke Alte Schulstraße-Bahnhofstraße zwei Gedenktafeln für das im März 1983 abgerissene Denkmalschulhaus, sowie das im März 1968 abgerissene Kriegerdenkmal angebracht. Sie wurden von den Rohrbacher Heimatfreunden gestiftet.

1987 Die Enthüllung der beiden Gedenktafeln oben links durch das Vorstandsmitglied der Rohrbacher Heimatfreunde Karl Würtz. Der 1. Vorsitzende der Rohrbacher Heimatfreunde Kurt Wachall erläutete in einer kleinen Feier den Sinn der beiden Gedenktafeln, die Erinnerung an die Rohrbacher Geschichte wachzuhalten, das Heimatgefühl zu wecken und zu fördern, wie es in der Satzung der Rohrbacher Heimatfreunde steht.
Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von den Rohrbacher Heimatfreunden, Stephan Schweitzer und Doris Abel

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